Penisbruch: Wie man ihn verhindert und Erste Hilfe im Notfall

Verletzungen beim Sex sind in doppelter Hinsicht peinlich, einige sind auch gef√§hrlich. Wenn es sich dabei um das "beste St√ľck" des Mannes handelt, ist es ein besonders gravierendes Problem. Wie man einem Penisbruch erfolgreich vorbeugen kann und was man tun kann, wenn es schon zu sp√§t ist, kann man jetzt hier nachlesen.

Das Organ "Penis"

Der Penis ist im schlaffen Zustand äußerst dehnbar und flexibel. Jeder Mann hat sich in seiner Kindheit und Jugend ausreichend mit diesem "Thema" beschäftigt und kann dies bestätigen.

Anders sieht es hingegen aus, wenn der Penis steif wird. Bei sexueller Erregung werden die Schwellk√∂rper hormonell angesteuert. Das Blut, was st√§ndig durch sie flie√üt, wird zu diesem Zeitpunkt aufgestaut und sorgt daf√ľr, dass sich mehr oder weniger schnell eine gr√∂√üere Menge Blut in den Schwellk√∂rpern ansammelt.

Man kann es sich in etwa wie einen Schlauch vorstellen. Durch den Schlauch flie√üt eine gewisse Menge an Wasser. Wenn man nun die Austritts√∂ffnung so stark verkleinert, dass mehr Wasser hinein als heraus flie√üt, f√ľllt sich der Schlauch √ľber die Zeit mit Wasser. Es ist also nicht so, dass pl√∂tzlich vermehrt Blut in den Penis str√∂mt - es wird nur aufgestaut. Der steigende Blutdruck und Puls bei Erregung beschleunigt diesen Vorgang zus√§tzlich.

Die Verletzungen beim Penisbruch

So entsteht ein Penisbruch

Um beim Schlauch-Beispiel zu bleiben: W√§hrend im Ruhezustand der Schlauch schlaff ist, ist er bei einer erh√∂hten F√ľllmenge prall und deutlich unnachgiebiger. Eine Verdrehung, Stauchung oder Kompression des Schlauches macht diesen wesentlich anf√§lliger daf√ľr, an einer bestimmten Stelle zu rei√üen oder undicht zu werden.

Genauso verh√§lt es sich mit dem Penis. Kleinere Risse und Undichtigkeiten entstehen auch bei normalem Geschlechtsverkehr und sind kein Problem, da durch die Blutgerinnung solch kleine L√ľcken rasch wieder geschlossen werden k√∂nnen. Bei einer Schwellk√∂rperruptur, umgangssprachlich zumeist "Penisbruch" genannt, rei√üen die Schwellk√∂rper oder die sie umgebende Membran jedoch in einem weit gr√∂√üeren Ausma√ü. Der Penis erlebt ein Stauchungs- oder Biegetrauma, das zum Riss f√ľhrt.

Der Begriff "Bruch" ist medizinisch nicht ganz korrekt, da dort kein echter Knochen bricht.

Penisbruch Symptome

Kommt es zum "Penisbruch", macht sich dies durch ein knackendes Geräusch bemerkbar. Jedoch klingt das Geräusch ähnlich wie ein tatsächlicher Knochenbruch. Ein vergleichbares Geräusch erzeugt der Riss der Achillessehne, es klingt fast wie ein Peitschenknall.

Der Penis erschlafft au√üerdem sofort und es bildet sich ein Bluterguss der eine dunkelrote bis blaue F√§rbung aufweisen kann. Der Betroffene versp√ľrt an dieser Stelle starke Schmerzen und der Penis kann anschwellen. Auch bei Hoden, Nebenhoden oder Samenstr√§ngen kann es zu einer Schwellung kommen.

Manchmal kann ein Riss an der betroffenen Stelle ertastet werden. Au√üerdem kann der Penis leicht gekr√ľmmt aussehen. Aus der Harnr√∂hre kann au√üerdem Blut austreten, wenn sie ebenfalls verletzt ist.

Erste Hilfe beim Penisbruch

Was ist zu tun?

Die wichtigste Ma√ünahme ist: Ruhe bewahren. Man sollte die sexuellen Aktivit√§ten sofort einstellen und die 112 rufen - diese Aufgabe sollte die Partnerin (oder der Partner) √ľbernehmen. Der Partner kann danach die Zusammenstellung eines Krankenhauskoffers √ľbernehmen.

Sofortmaßnahmen beim Penisbruch

Als Sofortma√ünahme sollte man mit einer Hand den Penis beziehungsweise die betroffene Stelle m√∂glichst fest zusammendr√ľcken, um eine weitere Schwellung zu verhindern. Wichtig: Auf Schmerzmittel vorerst verzichten, Pr√§parate wie ASS k√∂nnen das Blut verd√ľnnen und die fast immer n√∂tige Operation verkomplizieren. Auch wenn es zun√§chst als unsinnig erscheint, aber ein Bademantel und eine Unterhose reichen vorerst aus - ansonsten m√ľssen die Sanit√§ter einen wieder aus der Kleidung heraussch√§len.

Sehr hilfreich kann auch ein gek√ľhltes Gelpack sein, sofern man dies um den Penis drapiert bekommt und weiterhin Druck aus√ľben kann. So unangenehm und peinlich es sein mag: Um die Fahrt ins Krankenhaus und eine OP kommt man kaum herum, wenn man nicht impotent werden oder einen entstellten Penis behalten will.

Penisbruch: Die Behandlung

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, einen Penisbruch zu behandeln.
Meist wird dabei die operative Methode gewählt, die weniger Komplikationen verspricht. Der Riss im Schwellkörper wird dabei verschlossen und bis die Heilung abgeschlossen ist, wird ein Blasenkatheter gelegt.

Bei der nicht-operativen, konservativen Methode wird das Glied geschont, gek√ľhlt und soll mithilfe von Medikamenten heilen. Die Medikamente vermeiden eine m√∂gliche Erektion, damit das Glied abheilen kann. Manchmal muss ein Verband angelegt werden. Um eine Infektion zu vermeiden, werden oft Antibiotika verwendet. Die nicht-operative Methode ist aber oft mit Komplikationen verbunden.

Vorbeugung: Vorsicht ist besser als eine Operation

  • Zum Gl√ľck kommen Penisbr√ľche nicht so h√§ufig vor, wenn man mit etwas Vorsicht zu Werke geht. Ab und zu √ľberkommt einen aber die Lust und es kann etwas "grober" werden. Man kann das Risiko von Penisbr√ľchen weitgehend minimieren, indem man ein paar Ratschl√§ge beherzigt.
  • Es f√§ngt mit den individuellen Risikofaktoren an. Besonders M√§nner mit √ľberdurchschnittlich langen Penissen sind h√§ufiger betroffen. Ebenso kann die Peniskr√ľmmung ein Risiko darstellen. Ein relativ langer, aber schmaler Penis mit einer leichten Aufw√§rtskr√ľmmung wie eine Banane ist dem gr√∂√üten Risiko ausgesetzt.
  • Entscheidend ist auch die Wahl der Stellung und der Intensit√§t. W√§hrend bei der Missionarsstellung oder beim Doggy-Style nur ein √§u√üerst geringes Risiko besteht, gilt die Reiterstellung als riskant. Bei dieser Stellung bestimmt die Frau das Tempo und den Druck. Sollte der Penis einmal abrutschen und die Frau senkt sich mit ihrem vollen K√∂rpergewicht im Eifer des Gefechts auf den Penis ab, kann es zu einem Penisbruch kommen.
  • Das Risiko bei Vaginalverkehr ist sogar zumeist deutlich h√∂her als bei Analverkehr, da sich der Analbereich etwas flexibler anpasst und der Penis eher nach unten hin "geklappt" wird. Besonders bei Stellungen, bei denen der Penis bereits gedehnt oder leicht verbogen wird, besteht ein erh√∂htes Risiko.
  • Sofern man also die richtigen Stellungen und ein angemessenes Tempo w√§hlt oder sich zumindest der Gefahren bei den "riskanteren Man√∂vern" bewusst ist, verliert das Szenario Penisbruch weitgehend an Schrecken.

Ruhig Blut: Der Heilprozess

Penisbr√ľche lassen sich heutzutage sehr gut operativ behandeln, negative Sp√§tfolgen wie Missbildungen oder dauerhafte Impotenz sind √§u√üerst selten. Durch Abwarten und Z√∂gern wird es jedoch niemals besser. Sollte es tats√§chlich einmal geschehen, muss man wohl oder √ľbel in den sauren Apfel bei√üen - sich selbst zuliebe. Nach einiger Zeit kann man sicher selbst dar√ľber lachen, auch wenn man die Geschichte nicht unbedingt im Freundeskreis erw√§hnen sollte. Nach sp√§testens sechs bis acht Wochen ist der Penis "so gut wie neu" und man kann seine Lust wieder hemmungslos ausleben.

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